Cuba Libre by Nils Boese

In einem Artikel der Washington Post wird  der legendäre Barkeeper Mr. Brown zitiert, der sagt,  Coke sei „Magical Mixer „, der alles vergibt und toleriert.  Es geht dabei um Cuba Libre, also den Versuch, dem Publikum eine kompliziertere und vielleicht auch komplexere Version eines Rum Colas nahe zu bringen. Für mich ist diese Aussage jedoch nicht ausreichend. Hat jede Cola diese magischen Fähigkeiten? Oder nur eine Coke? Und ich frage mich sofort: Wonach schmeckt eigentlich eine Coca Cola?

Richtige Coke-Trinker werden als erstes die Bedeutung der Flaschengröße und die damit einhergehende Distribution der Blasen, der Bubbles, betonen. Danach wird in der Regel nicht mehr viel Detailliertes zum Geschmack gesagt. Das ist auch gar nicht so einfach, denn die Harmonie der Coca Cola ist der Schlüssel zur ihrer vielseitigen Einsetzbarkeit beim Mixen, und die Komplexität kommt noch dazu.

Um dieser Komplexität auf die Spur zu kommen, probiert man am Besten günstige Substitute. Schon schmeckt man, was sich sonst versteckt: Grapefruit, Zitrone, Vanille, Kirsche, Kakao etc. – eine wahre Vielfalt an Nuancen in unglaublicher Harmonie. Ihre raffinierte  Zusammenführung zu einem komplexen Geschmack ist der Grund, warum man auf die  Frage: „Wonach schmeckt eigentlich Coca Cola?“ oft ähnliche Antworten erhält. Z. B. „Süß“,  „nach Cola“ etc.“

Kurz: Ich stimme der Aussage zu, dass  Coke ein “ Magical Mixer “ sei. Doch ich finde, es wäre es wert, diese Aussage auch einmal in Ansätzen zu erklären. Schließlich sind Longdrinks mit Coke für viele Gäste der Beginn einer Reise in ein großartiges Universum von Mixgetränken und eine Hinführung zu den Cocktails.

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