„Boese kommt“, oder vielmehr Boese kam: Am 30. Juni kredenzte ich beim Cocktail-Tasting im Heidelberger Qube meine Kreationen. Die Gäste wurden mit einem Punch empfangen.  Ein ungewöhnlicher  Einstieg? Vielleicht; doch auch einer der wandelbare Geschmackserlebnisse verspricht.  Schließlich verändern sich Aromen und Intensität eines Punches während der Standzeit, zumal das Schmelzwasser hinzu kommt.  Wer das Punch-Erlebnis des Cocktail-Tastings nachempfinden möchte,  so funktioniert´s …

Das Rezept*

Die Mengenangaben anteilig anpassen.

1 Fl. Navy Rum

1/2 Fl. Martinique Rum

1 Fl. Jägermeister

1/2 Fl. Ingwer-Likör

2 Fl. Apfelsaft

2 Fl. Lime Juice

Saft von 10-15 frischen Limetten

Zucker nach Geschmack einrühren

3 Limetten in Scheiben dazu geben

2 Orangen in Scheiben dazu geben, beide Früchte nicht zu lange ziehen lassen, falls diese die Farbe des Punches annehmen.

Je nach Geschmack Macis, Muskat, Zimt und Anis darüber reiben und einrühren.

*Flaschenangaben beziehen sich auf 0,7 angelscamp.org Ltr.

Punch-Faustregel

Wichtiger noch  als das  Rezept ist folgende Punch-Regel,  die ich einem Buch von ca. 1900 entnommen habe: „Lass Dir nicht von guten Freunden und getreuen Nachbarn hineinreden, sondern braue Deine Bowle/Deinen Punch allein. Denn stets gibt es einen, dem die Bowle zu sauer ist, einen anderen dem sie zu süß wurde. Einem Dritten ist sie zu wenig gezogen und wieder einem ist sie zu stark geworden. Hört man auf solche Einreden, so wird gekünstelt, nachgegossen, nachgezuckert, womöglich gar noch Madeira  oder Cognac hinzugefügt.“

Kurz und gut: Vertrauen Sie Ihrem Geschmack, und nicht dem der anderen.

 

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