Korn kommt wieder in Mode, im Zuge der Rückbesinnung auf Regionalität, saisonale Produkte und selbstgezogene Kräuter. Aus gutem Grund: In der Herstellung genau wie Vodka, ist sein Geschmacksbild jedoch viel aromatischer und er hat mehr Charakter wie auch Tiefe. Da schmeckt man eine lange Tradition.

Das erste Kornbrennverbot wurde 1545 verhängt, ein Zeichen dafür, dass er damals schon in aller Munde war. Und jetzt wieder verstärkt: Mein liebster Korn kommt aus dem Norden. Gerade hier gibt es viele kleine Brennereien, die aus Weizen, Roggen & Co. ausdrucksstarken Korn herstellen und ihn in alten Holz- oder neueren Stahlfässern lagern. Anders als beim Whiskey, bei dem die Fasslagerung den Geschmack prägt, sorgt sie beim Korn für eine Harmonisierung und Premiumisierung der Spirituose. Das Ergebnis ist ein runderes Produkt, zum Beispiel als Korn mit 32 % Vol. oder  als Doppelkorn mit mindestens 38 % Vol. .  Ein guter Anlass, wieder mal zu diesem deutschen Klassiker zu greifen  …Zum Beispiel als klassisches Gedeck mit Bier – oder indem man bei einem Moscow Mule den Vodka durch einen Berliner Brandstifter ersetzt und ihn so in einen  Berlin Mule verwandelt.

 

 

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