Zucker, Wasser, Alkohol und Aromen, die Basis-Zutatenliste von Likör  mag sich für den ein  oder anderen bedrohlich anhören. Vielleicht  –  doch Fakt ist: Likör ist in fast aller Munde. Der klassische Orangenlikör etwa hat in jeder Cocktail-Bar (und vielen Küchen) einen Stammplatz, der Bitterlikör Aperol oder die Hugo-Zutat Holunderlikör erobern längst die breite Masse. Frisch aus Frankreich  herüber schwappt eine weitere Welle, Grapefruit-Likör gemixt mit Rosé-Wein oder -Sekt.  Und die Hersteller? Die experimentieren, was das Zeug hält. Ingwer oder Galgant, Tonka-Bohne oder Sanddorn, Holunder mit Salbei oder Basilikum mit Zitrone, hört sich an, als ob man alles Essbare auch trinken kann.  Einige Barkeeper möchten das Feld jedoch nicht der Industrie überlassen und setzen eigene Liköre an. Auf jeden Fall eine Geschmacksprobe wert.

 

Sie sind selbst ein wenig ambitioniert? Dann schreiten Sie doch zur Tat. Wodka mit Zitrone, Whiskey mit Birne mit einer Spur Vanille oder der gute alte Eierlikör, mit einer Prise Chili befeuert – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Übrigens auch ein wunderbares Mitbringsel für Leute, die schon alles haben.

 

Zurück zur Bar-Szene: Viele Cocktail-Insider halten die neuen Kreationen in der Mixologie für überflüssig. Mag sein. Aber warum nicht mal ausprobieren? Am besten zunächst pur, bevor man einen Cosmopolitan übermütig  zerstört. Obwohl, warum eigentlich nicht? Was soll schon passieren? Im besten Falle erleben  Sie eine unerwartete Geschmacksexplosion.

Und wenn sich die neu erworbene (oder eigenhändig komponierte) Spirituose nicht zum Schütteln und Rühren eignet, passt sie vielleicht ins Dessert. Auch nicht schlecht.

 

Noch mehr Lust auf Likör-Infos? Hier geht’s lang. Oder gar aufs Selbst-Ansetzen? Bitteschön.

 

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