Dezember. Der Monat, in dem sich die Menschen an Weihnachtsmärkten, Einkaufsorgien und Glühwein erfreuen. Alle Menschen? Mitnichten. Manch einer hat ein Fläschchen Rosa-Grapefruit-Likör vor sich stehen,ein pastellfarbenes Getränk, durch Mazeration aus reifen „Traubenfrüchten“ gewonnen. Zart-herb, mit Zitrusnoten und doch einem Hauch von Süße, aber eben nur einem Hauch und keinem Kinnhaken. Eine Einladung, den ganzen X-Mas-Trubel Schlückchen für Schlückchen hinter sich zu lassen. Zum ersten Mal habe ich diesen Likör bei einem französischen Sommerfest getrunken, aufgefüllt mit eisgekühltem Rosé. Doch er schmeckt auch pur, on oder off the rocks, angereichert mit etwas Crémant, Sekt oder, wenn man es gehaltvoller mag, mit Vodka. Und eines ist sicher: Mit solch einer Crème de Pamplemousse lassen uns Eierpunsch und Konsorten völlig kalt. Bereits beim Anblick fühlt man sich beschwingt, wie von einer Sommerbrise umweht – und ganz und gar unweihnachtlich.

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