“An apple a day keeps the doctor away”, sagt das Sprichwort – doch nichts, aber rein gar nichts über den Aggregatszustand, in dem man diese Früchte zu sich nehmen soll.  Und daher könnte das Comptoir du Cidre durchaus ein Anlaufpunkt für Menschen sein, die es mit dem Doktor-Austreiben ernst meinen. Ein Ort des Genusses ist dieses „Handelshaus“ allemal.
Der Kanadier Sidney Kristiansen hat hier gemeinsam mit seiner Schwester Leila  mitten in Berlin (genauer gesagt, im östlichen Berlin, in Prenzlauer Berg) die erste Cidre-Bar Berlins eröffnet. Dort findet man allerlei Flüssiges und Nahrhaftes rund um Apfel und Birne. Vom klassischen Cidre, über Apfel- oder Birnenchampagner (nach méthode champenoise) und  Pommeau bis hin zum Calvados. Ich teste einen Apfel-Champagner vom Apfelgut Dupont aus dem Süden der Normandie. Ein sehr leckeres, wenn auch  letztendlich gar nicht champagneriges Getränk. Zusätzliche Zutat: Der Besitzer erklärt gerne und begeistert viel Wissenswertes um das jeweilige Apfel- oder Birnengebräu: woher es kommt, wozu es passt, was das Besondere ist. Macht Spaß, ihm zuzuhören und schließlich das Ganze zu genießen. Noch faszinierender als den Apfel-Champagner finde ich den Birnen-Cidre (trocken), den ich zum Dessert trinke. Denn ja, es gibt auch einige essbare Kleinigkeiten in Tapas-Größe. Absolut sensationell ist das Rindersteak, in vielen, vielen Stunden und vakuumiert (sous-vide) in Cidre gegart. Butterzart, hoch aromatisch und mit einem hausgebackenen Kartoffelbrot serviert. Sehr zu empfehlen.

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